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Die Borderline-Störung rückt als Diagnose stärker in das Licht der Öffentlichkeit und ist mit reichlich Vorurteilen und Ratlosigkeit belastet.
Menschen, die selbst, als Angehörige oder als Professionelle mit der Herausforderung Borderline zu tun haben, finden sich zu einer Gesprächsrunde zusammen, um in einem neutralen Raum über ihre Erfahrungen zu sprechen, Wissen auszutauschen und Ideen zur Selbsthilfe zu entwickeln. Bei allen Beteiligten sind enorme Kompetenzen und Ressourcen vorhanden, die es gemeinsam zu nutzen gilt. Gemeinsam wollen wir zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und mehr gesellschaftlicher Akzeptanz beitragen.
In diesem Sinne versteht sich unser Verein als Plattform für konkrete Hilfestellung.
Diese Internetseite bietet Informationen
- über die Borderline-Störung - zum Borderline-Trialog - und den Themen & Terminen des Borderline-Trialogs in Kassel
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Die Borderline-Herausforderung verstehen - Wer wir sind - was wir wollen.
"Wie kann ich mein Kind / meinen Partner unterstützen und dabei die eigenen Grenzen wahren?"
Der Verein Borderline Trialog Kassel e.V. - gegründet 2008 - ist entstanden aus der Angehörigen-Selbsthilfegruppe "Schwarz Weiß - Borderline u. Co.", die sich ihrerseits im Dezember 2006 gründete. Angehörige von Betroffenen einer Borderlinestörung, und inzwischen auch Betroffene selbst, treffen sich seit der Zeit regelmäßig zum gemeinsamen Austausch in den Räumen der KISS (Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen) in Kassel. Im Herbst 2007 trat die Selbsthilfegruppe "Schwarz Weiß" mit Projektwochen an die Öffentlichkeit. Dabei entstand die Idee, auch für Kassel einen Borderline-Trialog sowie weitere Projekte zu initiieren. Da dieses organisatorisch mit einer Selbsthilfegruppe nicht zu leisten ist, gründeten einige ihrer Mitglieder im Frühjahr 2008 den Verein Borderline Trialog Kassel e.V..
"Wir arbeiten intensiv an dem gemeinsamen Ziel das Leben mit einer Borderlinestörung und das Leben mit der Co-Abhängigkeit konstruktiv zu gestalten sowie lebenswerter zu machen." |
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Der Fokus unserer Vereinsarbeit liegt im Innenbereich auf der Kommunikation und Achtsamkeit
Wir lernen die Gefühle, und die daraus entstehenden Verhaltensweisen unseres Gegenübers, und nicht zuletzt unsere eigenen, besser zu verstehen.
Nur so sind wir in der Lage, für mögliche gemeinsame (aber auch alleinige) heilsame Wege offen zu werden, und dieses auch zu bleiben, und kreative Lösungswege zu finden. Hierzu bedienen wir uns auf Selbsthilfebasis der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) nach M. Linehan.
Des Weiteren pflegen wir den Umgang mit der gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Dr. M. Rosenberg, international bekannter Konfliktmoderator und Gründer des Internationalen Center for Nonviolent Communication in USA.
Achtsamkeit mir selbst gegenüber, und in der Verbindung mit meiner Umwelt, ist das Fundament für ein Gelingen gegenseitigen Verständnisses. Sie ist die Basis unserer Arbeit.
Im Außenbereich sorgen wir mit eigenen Projekten, Vernetzungen mit Betroffenen, Angehörigen, Co-Abhängigen, sozialen, medizinischen und behördlichen Ansprechpartnern für einen offeneren, selbstverständlicheren Umgang mit BORDERLINE u. CO.
Der Verein Borderline Trialog Kassel e. V. schafft so eine Plattform, von der alle Beteiligten profitieren.
Betroffene - professionelle Helfer - Angehörige. An einem Tisch, auf gleicher Augenhöhe.
Wir verstehen die Arbeit unseres Vereines ausschließlich als Ergänzung und Begleitung zu professionellen Hilfsangeboten und Therapien, und wünschen uns weitere enge Vernetzungen mit allen Interessierten. |
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Borderline Trialog Kassel e. V.
Wie Sie sich und uns helfen können
Kontaktieren Sie uns unter:
Bärbel Jung Vorsitzende des VEREIN BORDERLINE TRIALOG KASSEL e.V. Postfach 410446 34066 Kassel
Telefon: 0561 / 7080557 oder Mail: info(at)borderline-kassel.de
Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zutage kommt, wenn sein Schicksal anfängt, ihm über den Kopf zu wachsen.
Marie von Ebner -Eschenbach
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Krankenkasse für den Gartenbau unterstützt Primärprävention 10. März 2009

Kassel. Mit insgesamt 5.000 Euro unterstützt die Krankenkasse für den Gartenbau die Arbeit von Selbsthilfegruppen im Raum Kassel. Die Krankenkasse für den Gartenbau unterstützt im Rahmen ihrer bundesweiten Förderung vier Selbsthilfegruppen und die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) in Kassel.
Vorstandsvorsitzender Jürgen Denzau und Geschäftsführer Thomas Wirz überreichten die Schecks im Wert von je 1000 Euro an die Vertreter der Selbsthilfeorganisationen. Wirz betonte anlässlich der Scheckübergabe, wie wichtig der Einsatz und das Engagement in der Selbsthilfearbeit seien, durch die bereits große Erfolge erzielt worden sind. Betroffenen mit den gleichen gesundheitlichen oder sozialen Problemen helfen zu können, stärke das Selbstwertgefühl und trage dazu bei, dass Patienten an Stärke, Kraft und Kompetenz gewinnen. Im Ergebnis helfe die Förderung von Selbsthilfegruppen somit, die Krankenkassen von Kosten zu entlasten.Als wichtige Ergänzung zum Gesundheitssystem sind bereits seit langer Zeit die Leistungen der Selbsthilfegruppen anerkannt und werden finanziell unterstützt. Durch die finanzielle Unterstützung haben Betroffene und Angehörige eine Basis um unter anderem themenbezogene Projekte durchzuführen.
Finanziell unterstützt wurden:
1. Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppe (KISS) c/o Stadtgesundheitsamt, Frau Carola Jantzen Wilhelmshöher Allee 32 a, 34117 Kassel
2. Rheuma Liga Hessen e. V. SHG Gudensberg Frau Helga Knod Gleiwitzer Straße 11, 34225 Baunatal
3. Asbestose Selbsthilfe Kassel-Nordhessen e. V. Herr Wilfried Gleissner Berliner Straße 4, 34393 Grebenstein
4. Verband Hörgeschädigter Kassel e. V. Herr Friedrich Wetzel Leuschnerstraße 40, 34134 Kassel
5. Borderline Trialog Kassel e. V. Frau Bärbel Jung Postfach 410446, 34066 Kassel
Leben mit Extremen 18.03.2009
Hofgeismar/Merxhausen. Die Symptomatik einer Borderline-Störung ist diffus, das Therapieangebot in Nordhessen gleich null. Jetzt soll ein Netzwerk von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten Abhilfe schaffen. Im Juli wird in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bad Emstal/Merxhausen anlässlich einer wissenschaftlichen Tagung der Grundstein für eine Borderline-Station mit DBT-Programm (dialektisch behaviourale Therapie) gelegt. Geplant sind zudem ambulante Außenstellen in Kassel und in der Kreisklinik Hofgeismar.
Station in Merxhausen
Borderline-Störungen bedeuten ein Leben zwischen extremen Gefühlen. So war die 18. Hofgeismarer Psychiatrietagung überschrieben. Das Ziel der Tagung war der Aufbau des Borderline-Netzwerks. "Das große Interesse an der Tagung (mehr als 300 Anmeldungen) zeigt, wie aktuell und dringlich die Auseinandersetzung mit der nur wenig bekannten Krankheit ist. So auch die Einrichtung von Hilfsangeboten", stellte Pfarrer Dr. Georg Hofmeister, Leiter der Tagung, fest. Den Mangel daran bestätigte Bärbel Jung vom Verein Borderline Trialog Kassel als betroffene Angehörige. Die Initiatorin des Vereins sprach von einer fünfjährigen Odyssee auf der Suche nach einem Ansprechpartner.
Zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung leiden an einer Borderline-Störung, schätzte Dr. Michael Franz, Ärztlicher Direktor und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Merxhausen, die Zahl der Erkrankten. Dazu gehöre noch eine Dunkelziffer, da das Krankheitsbild komplex und deshalb schwierig zu diagnostizieren sei. Im Zentrum stehe jedoch die emotionale Instabilität.
"Die extremen Gefühle der Betroffenen lassen sich mit dem Satz 'Ich hasse dich, verlass mich nicht' beschreiben", erklärte der Mediziner. Unter anderem führten Intoleranz in der persönlichen Umgebung, Frustration, Versagenssituationen sowie soziales Scheitern zu einem großen Leidensdruck - auch für die Angehörigen. Es sei an der Zeit dem mit Hilfsangeboten von Klinik, ambulanten Anlaufstellen und speziell ausgebildeten, niedergelassenen Therapeuten zu entsprechen, so Franz.
Die Veranstaltung fand in einer Kooperation von Evangelischer Akademie Hofgeismar, Partner für psychisch Kranke im Landkreis Kassel, Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle - Gesundheitsamt Region Kassel und dem Zentrum für Soziale Psychiatrie Bad Emstal/Kassel am Samstag, dem 14. März 2009 statt.
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